Der Maskenball des Phantoms der Oper

Gaston Leroux’ Geschichte DAS PHANTOM DER OPER ist einer der großen Klassiker der Schauer-Literatur. Zugleich ist das Buch eines der meistverfilmten aller Zeiten, mit ersten Adaptionen bereits zur Stummfilmzeit. Die Geschichte der Sängerin, in die sich das entstellte Phantom verliebt, weswegen es alles daran setzt, ihr die Hauptrolle in einer Oper zu bescheren, ist von zeitloser Schönheit.

Eine der bemerkenswertesten Sequenzen der filmischen Umsetzungen ist von jeher der Maskenball, auf dem sich das Phantom den Leuten als der Rote Tod zeigt, aber mehr oder minder unerkannt unter ihnen wandelt. Beim Stummfilm aus dem Jahr 1925 ist diese Sequenz in Farbe – als einzige im ansonsten schwarzweißen Film. In der farbenprächtigen Verfilmung von 1943, die von Stil und Wirkung tatsächlich einer Oper am nächsten kommt, wird auf diese Sequenz auch gesetzt, wie bei jedem Film, am wirkungsvollsten ist die Szene aber sicherlich, seit Andrew Lloyd Webber sie in seinem Musical mit einem grandiosen Song unterlegt hat, was später auch in Joel Shumachers Film mitreißend umgesetzt wurde.